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Checkliste Unterwasserwelt: Fotografieren in Aquarien

CHIP FOTO-VIDEO erklärt, wie sich die künstliche Tiefsee in Szene setzen lässt

München, 30. Mai 2016 – Fotografen, die auf Fische starren: In öffentlichen Großaquarien ist dies mit einem entsprechenden Eintrittsticket stundenlang möglich. Wer die faszinierenden Meeresbewohner und ihren Lebensraum auch visuell festhalten möchte, muss jedoch einige Punkte beachten. CHIP FOTO-VIDEO zeigt, mit welchen Tricks und Regeln die Herausforderung Unterwasserwelt spielerisch zu einem besonderen Bild wird.

  • Rote Karte fürs Blitzlichtgewitter
    Blitzlicht ist in allen Aquarien verboten. Das gilt sogar für Smartphones. Der Grund: Fische haben keine Augenlider und können durch das grelle Licht einen Schock bekommen. Das vorhandene Licht muss also für die Arbeit ausreichen. Zudem besteht die eigentliche Herausforderung nicht im Kampf gegen die Dunkelheit. Die wahren Gegner sind Glasscheiben und Wasser. Daneben gilt es, die eigene Ungeduld zu bezähmen. Bis der Wunschfisch vor die Linse schwimmt, kann es etwas dauern.
  • Ran an die Scheibe für schärfere Bilder
    Dringt ein Lichtstrahl von einem transparenten Medium wie Luft in ein dichteres wie Wasser, bricht das Licht beim Übertritt. Das führt zu Unschärfe im Bild, die je nach Einfallswinkel unterschiedlich stark ausfällt. Außerdem sind die Glasscheiben oft gebogen und brechen das Licht wie Linsen zusätzlich noch einmal. Experten-Tipp von CHIP FOTO-VIDEO: Gehen Sie mit dem Objektiv so nah wie möglich an die Scheibe heran oder setzen Sie es direkt auf, ohne die Fläche zu zerkratzen.
  • Lichtstarke Optik für triste Tiefsee
    Dunkelgrüne Pflanzen zwischen grauen Steinen – da kann selbst der bunteste Fisch verloren wirken. Der Bildausschnitt rückt idealerweise die farbigen Elemente in den Mittelpunkt der Aufnahme. Außerdem sind die Aquarien meistens nicht gleichmäßig ausgeleuchtet, sondern haben dunkle Ecken, in die sich die Fische auch gerne zurückziehen. Eine lichtstarke Optik mit einem Zoom von 24 bis 70 Millimeter sollte deswegen zur Standardausstattung gehören. Die Tiere lassen sich damit direkt an der Scheibe sowie in der Mitte des Beckens fotografisch einfangen, ohne die eigene Position verändern zu müssen.

Aufgrund der Dunkelheit müssen Fotografen in Aquarien mit einer geöffneten Blende arbeiten. Nur so lässt sich genügend Licht einfangen. „Die dadurch bedingte geringe Schärfentiefe können Sie nutzen, um die Meerestiere vor einem unscharfen Hintergrund freizustellen“, empfiehlt Florian Schuster, Chefredakteur CHIP FOTO-VIDEO. „Achten Sie nur darauf, dass die Schärfepunkte auf den Augen des jeweiligen Tieres liegen.“ Bei schnell schwimmenden Exemplaren ist eine kurze Verschlusszeit Pflicht, damit ein scharfes Bild gelingt. „Dafür müssen Sie die ISO erhöhen und ein Rauschen in Kauf nehmen“, ergänzt Schuster.

Noch mehr Praxistipps für besondere Orte finden Sie in der kommenden CHIP FOTO-VIDEO 7/2016. Das Magazin ist ab 1. Juni 2016 im Handel sowie im CHIP Kiosk erhältlich.

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