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Knapp gescheitert: Apple Watch im Test

Apples erste Smartwatch landet nur auf Platz zwei der CHIP Bestenliste

München, 5. Mai 2015 – Seit 24. April verkauft Apple seine Smartwatch. CHIP hat die Watch Sport ins Testlabor geschickt. Ergebnis: Der Funktionsumfang ist mit Adroid-Wear-Geräten vergleichbar – und geht in einigen Punkten sogar darüber hinaus. Verarbeitung und Wertigkeit der Uhr sind beeindruckend. Dennoch muss sich die Apple Watch am Ende der Sony SmartWatch 3 knapp geschlagen geben.

Alle Zeiger auf Qualität

400 Euro kostet die günstigste Apple Watch aus der Sport-Reihe. Dafür liefern die Kalifornier erwartungsgemäß eine hervorragende Verarbeitung. Das Alu-Gehäuse wirkt wie aus einem Guss, Digital Crown und Favoriten-Button lassen sich angenehm bedienen. Dies gilt auch für den kontrastreichen und farbenfrohen Touchscreen. Das erste Apple-Display mit OLED-Technik überzeugt mit scharfer Darstellung dank hoher Pixeldichte. Dass sehr gute Qualität nicht so teuer sein muss, zeigt Asus mit seiner Zen-Watch: Sie kostet nur gut die Hälfte der Apple Watch und überzeugte im Test mit ebenfalls hervorragender Verarbeitung und OLED-Display.

Wechselspiel Armband

26 verschiedene Armbänder bietet Apple für seine Uhr. Die stolzen Preise liegen zwischen 60 und 500 Euro. Ein Magnetverschluss macht den Armbandwechsel zwar zum Kinderspiel, jedoch können Apple-Watch-Nutzer – im Gegensatz zu anderen Smartwatch-Besitzern – keine günstigen Standard-Uhrenarmbänder verwenden.

Bedienung

Wer sich eine Apple Watch kauft sollte ein paar Tage Eingewöhnungszeit einplanen, denn anders als iPhone & Co. ist die Bedienung der Uhr nicht selbsterklärend. Hat man den Dreh aber erst einmal raus, lassen sich Systemfunktionen, Einstellungen und Apps weitgehend individuell anpassen. Allerdings werden die Inhalte auf der 38-Millimeter-Watch teilweise zu klein dargestellt.

Fitnesskanone mit durchschnittlicher Ausdauer

Die große Befürchtung, dass der Akku der Apple Watch kaum einen Tag durchhält, hat sich im CHIP-Test nicht bestätigt. Knapp 17 Stunden Dauerbelastung hielt das Testmodell im Labor durch. Zum Vergleich: Die durchschnittliche Akkulaufzeit lag im Testfeld von zehn Smartwatches bei gut 19 Stunden. Für eine volle Akkuladung an Apples Induktions-Ladegerät warteten die CHIP-Experten etwas über zwei Stunden. Was die Apple Watch von den meisten anderen Smartwatches bislang abhebt: Viele Fitnesstracker-Features und eine kontinuierliche Pulsmessungsfunktion machen die Uhr zum interessanten Sparringspartner für Sport-Begeisterte. Zudem zeigt Apple mit der Aktivitäten-App, wie eine umfassende Auswertung aussehen kann.

Wer braucht die Apple Watch?

iPhone-Besitzer bekommen mit der Apple Watch eine edle, allerdings auch teure Smartwatch, die das Apple-Universum sinnvoll erweitert. Die einzigen Alternativen für iOS-Nutzer bietet derzeit Pebble. Im Test schlug sich das aktuelle Modell Pebble Steel ordentlich und überzeugte vor allem mit einer herausragenden Ausdauer und einem selbst bei hellstem Sonnenlicht gut ablesbarem Display mit E-Ink-Technik. Mit rund 200 Euro kostet sie zudem nur die Hälfte der Apfel-Uhr.

Für Android-User gibt es eine wesentlich größere Auswahl. „Unser Testsieger ist die SmartWatch 3 von Sony, die nur 180 Euro kostet“, sagt Wolfgang Pauler, Testchef bei CHIP. „In unserem großen Smartwatch-Test zeigte die Uhr in keiner Disziplin Schwächen. Zudem lässt sie sich auch ohne gekoppeltes Smartphone sehr vielseitig nutzen.“

Den Testbericht zur Apple Watch finden Sie ab sofort unter CHIP.de/AppleWatch. Das gesamte Testfeld mit zehn aktuellen Uhren zeigt die CHIP Bestenliste Smartwatches.

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