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Schweizer Netzbetreiber lassen Österreich und Deutschland hinter sich

Eidgenossen im DACH-Bereich führend/ Swisscom mit bestem Mobilfunknetz vor Sunris

München, 31. März 2017 – Vorsprung beim LTE-Ausbau, schnelleres Surfen, besseres Telefonieren: Beim Thema „Mobilfunknetze“ lassen die Schweizer Netzbetreiber die österreichischen und deutschen Anbieter hinter sich. Das ist das Ergebnis der Messungen, die die Testingenieure von NET CHECK im Auftrag von CHIP durchgeführt haben. Nach der Auswertung von rund 17.600 Telefonaten und fast 200.000 Samples aus Datenverbindungen erzielen Swisscom mit 92,5 und Sunrise mit 91,6 die höchste Punktzahl von allen Anbietern im DACH-Bereich. Testsieger Swisscom hat sich dabei mit dem schnellsten Rufaufbau und den höchsten Downloadraten an die Spitze gesetzt, während Aufsteiger Sunrise im Schweizer Ranking von Bronze 2016 auf Silber 2017 hochgeklettert ist. Eine solche Steigerung von fast zehn Punkten im Vergleich zum Vorjahr kommt beim CHIP Netztest nur selten vor. In den LTE-Unterkategorien „LTE-Performance und -Verfügbarkeit“ bewegen sich die Konkurrenten sogar auf einem Niveau. Salt liegt mit 83,2 Punkten auf dem dritten Platz, schlägt sich im Vergleich zu den deutschen Netzen aber immer noch relativ gut – und das, obwohl Salt beim Telefonieren sowie Websurfen mit dem Smartphone das Schweizer Schlusslicht bildet.

Swisscom mit VoLTE-Effekt

Das Geheimnis des Swisscom-Sieges in der Teilkategorie „Telefonie“ steckt in der Abkürzung VoLTE: Voice over LTE ermöglicht das Telefonieren im LTE-Netz und verkürzt die Zeit zum Rufaufbau. Das heißt: Ein Smartphone, das sich im LTE-Netz befindet, muss zum Telefonieren nicht nach UMTS oder GSM wechseln. Insgesamt benötigt dieses Netz im Schnitt nur 5,8 Sekunden für den Rufaufbau. Bei den Downloadraten führt der CHIP Testsieger ebenfalls vor Sunrise. Dieser Vorsprung wächst in innerstädtischen Bereichen. Das gilt verstärkt für die Messungen an stark frequentierten City-Hotspots. Auch bei den schnellsten Samples liegt Swisscom vorne. Mehr Zuverlässigkeit beim Telefonieren selbst darf sich allerdings Sunrise auf die Fahnen schreiben. Hier registrierten die Tester im Schnitt weniger Verbindungsfehler und abgebrochene Gespräche als beim Erstplatzierten. Insgesamt liegt die Fehlerquote jedoch in beiden Netzen extrem niedrig.

Turbofunk im hintersten Winkel

Schon im letzten Jahr war die Schweiz vorbildlich bei der LTE-Verfügbarkeit. 2017 ist sie hier nicht zu übertreffen. Für Swisscom und Sunrise ergeben die Scannerdaten eine Verfügbarkeit von über 98 Prozent. Sogar Salt erzielt auf der Fahrtstrecke einen Wert von 96,6 Prozent. Höhere Werte wurden im CHIP Netztest weder für Deutschland noch für Österreich gemessen. Im Vergleich zu Deutschland beeindruckt zudem die Qualität auf Zugfahrten: Swisscom und Sunrise machen wenig Fehler und die Datenraten sind ziemlich hoch. Hierzulande müssen Kunden froh sein, wenn ein Netz 90 Prozent erreicht. Auch das Surfen macht im Nachbarland Spaß. Die Erfolgsquote beim Abruf von Webseiten liegt um die 99 Prozent mit Sunrise an der Spitze. Ähnlich wie bei den Datentransfers dauert der Abruf bei Salt etwas länger. Die Apptests, Upload zu Facebook sowie Datentransfers mit Dropbox führt die Swisscom am schnellsten durch.

So haben wir getestet

Die Messfahrzeuge von NET CHECK fuhren separat auf Autobahnen und Landstraßen durch die Schweiz und passierten zudem Nebenstraßen sowie dünn besiedelte Gebiete. Insgesamt 4.650 Autokilometer legten die Experten dabei zurück. Die Teststrecke führte quer durch das Land mit ausführlicheren Fahrten in fünf Großstädten (Zürich, Genf, Basel, Bern, Luzern), zehn zufällig ausgewählten mittelgroßen Städten (von Aarau über Locarno bis Zug) und 20 Kleinstädten (von Bischofszell über St. Moritz bis Willisau). Zusätzlich waren zwei Messingenieure mit Rucksack-systemen etwa 1.000 Kilometer per Bahn unterwegs, um das Telefonieren und mobile Surfen in Fernzügen unter die Lupe zu nehmen – sofern verfügbar in sogenannten „Handyabteilen“, die eine vernünftige Versorgung mit Mobilfunk versprachen. Weitere 300 Kilometer legten die Techniker zu Fuß zurück und besuchten stark frequentierte Orte. An den Hotspots lässt sich messen, wie gut die Netze bei einer hohen Auslastung arbeiten.

Weitere Informationen sowie das gesamte Testergebnis finden Sie auf chip.de.

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