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Musikalische Bestandsaufnahme: Flatrate-Dienste im Praxis-Check

CHIP hat zehn Produkte verglichen/ Spotify erneut Testsieger/ Amazon Music Preistipp

München, 29. Juni 2016 – Top-Musik im Dauerabo – im Zeitalter von Streamingdiensten und Flatrate-Anbietern längst auditiver Standard. CHIP hat auch in diesem Jahr zehn verschiedene Audiodienste auf Angebot, Bedienkomfort und Funktionsumfang miteinander verglichen. Fazit: Platz 1 geht erneut an Marktführer Spotify für das beste Streaming-Komplettpaket. Mitbewerber Amazon Music ist dagegen unschlagbar günstig und punktet als Preistipp im Praxis-Check. In Sachen Vernetzung müssen fast alle Anbieter nachsitzen.

All You Need is Music

Sämtliche Dienste bieten ausreichend Titel zum Streamen auf ihren Servern an. 30 bis 40 Millionen Musikstücke decken nahezu jeden Geschmack ab. Minuspunkte gibt es jedoch bei einzelnen Künstlern und Anbietern. Amazon Music umfasst „nur“ rund eine Million Titel, punktet allerdings mit einem unschlagbaren Preis von vier Euro pro Monat vor Aldi life (acht Euro). Akustische Lücken fanden die CHIP-Experten bei ihren Stichproben auch 2016: Manche Künstler schließen nach wie vor Exklusivverträge mit bestimmten Anbietern oder lehnen Streaming-Dienste ab. Immerhin ist mittlerweile das Werk einiger bislang vermisster Interpreten in vielen Angeboten vertreten, darunter das der Beatles oder der Thrash-Metal-Pioniere Metallica.

Familienrabatte vs. Datenfalle

70 Prozent der getesteten Angebote kosten rund zehn Euro im Monat. Am oberen Ende der Preisskala bewegt sich Tidal: Mit der Premiumversion Tidal HiFi für 20 Euro monatlich genießen Audiofans ihre Stücke dafür verlustfrei in CD-Qualität – unabhängig vom Endgerät. Spotify, Apple Music und Tidal bieten zudem faire Familienrabatte an. Für jeweils ein Drittel Aufpreis kommen mehrere Personen auf mehreren Geräten gleichzeitig in den musikalischen Genuss. Auch Deezer plant ein entsprechendes Angebot. Augen auf heißt es aber bei der mobilen Nutzung. Eine opulente Daten-Flatrate ist hier Pflicht, denn die typischen 500-MByte- oder 1-GByte-Kontingente vieler Mobilfunk-angebote sind schnell aufgebraucht. Mittlerweile haben die Mobilfunkanbieter den Trend zum Streaming erkannt und bieten spezielle Musikpakete an. Sie beinhalten zum Teil vergünstigte Tarife der Flatrate-Anbieter. Musik streamen und Playlists offline synchronisieren ohne das Datenvolumen zu belasten, war bis vor kurzem bei Telekom und Spotify möglich. Der CHIP-Tipp: WLAN-Hotspot suchen oder Lieblingsstücke vorab herunterladen. Das funktioniert bei allen Anbietern.

Social- und User-First-Gedanke unterrepräsentiert

Klaren Nachholbedarf gibt es bei einigen Anbietern in Sachen moderne Kommunikationsformen und Anwender-freundlichkeit. Apple Music enttäuscht mit wirrer Nutzerführung. Auch die Mobil-App mit ihren vielen winzigen Bedienelementen macht wenig Spaß. Napster wirkt im Browser unaufgeräumt mit zahlreichen verstreuten Elementen. Bei Apple vermissen die Testexperten von CHIP die Möglichkeit, Hörer untereinander zu vernetzen – etwa für den Austausch von Playlisten. Eigene Musiksammlungen lassen sich bei Tidal, Napster, Aldi life und Juke nicht hochladen. Amazon reduziert den kostenlosen Upload auf 250 Titel; alle anderen akzeptieren deutlich mehr. Auf gemeinsame Playlisten mit Freunden darf sich nur freuen, wer den Dienst von Deezer oder Google nutzt. Das perfekte Angebot, das alle wünschenswerten Funktionen vereint, gibt es also noch nicht.

Den ganzen Artikel sowie eine ausführliche Übersicht aller Audiodienste finden Sie in der CHIP 8/16. Das Magazin ist ab 1.7. im Handel und im CHIP Kiosk erhältlich.

Über CHIP

Das CHIP-Magazin ist Trend-Barometer, Test-Instanz und Technik-Ratgeber für die digitale Welt. Jeden Monat erreicht es 1,92 Millionen Leser (ma 2016-I), die sich für digitale Technik begeistern – rund um PC, Home Entertainment sowie Smartphones und Tablets. Das Magazin erscheint in 14 Ländern.

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